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Über linke Socken und rechte Schuhe

Nur wer sich ändert, bleibt sich treu

Wolf Biermann

Ich geb`s ja zu: ich bin eher die linke Socke, als der rechte Schuh. Wer mir hier folgt, oder mich kennt, weiß das aber ohnehin: Mein Herz schlägt links: Bei allem was mir Recht ist. Und das wird man ja noch sagen dürfen, oder?

Die Welt gehört in Kinderhände

Mittlerweile spürt man sie (beinahe) überall: Diese Verbitterung: Die einen sehen das Ende der Demokratie gekommen, die anderen das Ende eines „deutschen Volkes“ (was auch immer das sein soll). Wieder andere sehen durch die Klimakatastrophe gleich das Ende der Menschheit kommen. Verbitterung gießt sich langsam zähflüssig in jede Ritze und jede Pore unseres Lebens. Sie ergreift von vielen Menschen Besitz und Sie verklebt am Ende jeden noch so kleinen freien Raum. Gemeinsam biegen wir ein in die Sackgasse der Sprachlosigkeit, gegenseitigen Anwürfen, billiger Rechthaberei. Auf der Mauer am Ende dieser Sackgasse steht in blauen Lettern Hass und Gewalt.

Der zähe Brei klebt an unseren Füßen und lässt uns erstarren

Wir aber brauchen Bewegung, wenn Neues und Gutes entstehen soll. Wir brauchen Bewegung um vorwärts zu kommen. Miteinander ins Gespräch gehen, Standpunkte austauschen, andere Meinungen aushalten und Kompromisse machen. Zugewandt sein. Mit Respekt. Das ist ein Erfolgsmodell. Unser Erfolgsmodell. Lang praktiziert. Zuwendung und Respekt aber finden sich nicht auf der rechten Seite.

Bautagebuch
Da war mal Garten…

Gerade wird bei uns gebaut; und gerade ändert sich dadurch ziemlich viel: Im Außen und im Innen. Diese Veränderung ist sehr sichtbar und ja, manchmal auch schmerzhaft. Sie bringt Schmerz, Stress, Ärger mit sich. Aber eben auch (positive) Spannung und Energie. Es wird neu, es wird anders. Noch wissen wir nicht genau, wie das Neue aussehen wird (fast so wie im Großen, oder?). Es gibt Ideen und es wächst. Es wird wahrscheinlich überraschend. Aber es wird gut. Das ist sicher. Denn wir handeln und wer handelt ist miteinander im Gespräch: Offen und dem Leben zugewandt.

Das könnte auch fürs große Ganze eine Formel sein: Handeln und gestalten.

Veränderungen brauchen kurze Unterbrechungen: Ein Wochenende in Rheinhessen
Blick von der Abtei Hildegard von Bingen aufs Rheintal
am Ende wird es gut

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