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Der Riss in allem

There is a crack, a crack in everything
That’s how the light gets in

Leonard Cohen

Die ersten wärmeren Tage des Jahres fielen auf eigenartige Weise mit dem Beginn der neuerlichen Barbarei des tumben Cretins aus Übersee zusammen. Ist das gewollt? Ist das Absicht? Fast scheint es so, als ginge es darum, auch jedes noch so kleine Licht am Horizont (hier: der Frühling, die Sonne, die längeren Tage) nur nicht zu groß werden zu lassen. Bloß nicht übermütig werden! Bloß nicht durch- und aufatmen! Also dann: nächste Krise! Bämm!

Sprach der König zum Priester: Halte du sie dumm, ich halte sie arm.

unbekannt

Offenbar ist diese Zeit eine, die dem Verfall von Sitten, Werten und Haltungen Tür und Tor öffnet.

Aber wir brauchen Licht: diesen kleinen Sonnenstrahl, der durch die kleinste Ritze fällt. Sei er auch noch so klein: Er macht Hoffnung und steht am Ende doch auch dafür, dass Dinge auch wieder besser werden können.Dieser Sonnenstrahl ist eben auch ein Haltepunkt.

Cohen singt: There is a crack in everything. That`s how the light gets in. – Wie recht er hat.

Sorgen wir dafür, dass wir über Sonnenstrahlen sprechen und den Verbrechern dieser Welt nicht zu viel Spiel lassen. Denn am Ende ist sowieso klar: It`s all about a revolution.

a crack in everything
A crack in everything
a crack in everything

Die nachfolgende Hörempfehlung erfolgt völlig kostenlos und ist aus diversen Gründen „allright“

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2 Kommentare

  1. Wie recht Du hast. Alles Getöse treibt mich immer weiter in einem Zustand, den ich von mir nicht kannte: innere Migration. Ich lese noch die Zeitung aber ich vermeide andere Nachrichten (und vor allem Sendungen die sich mit Meinungen befassen). Ich lese noch die Zeitung aber ich beginne mit dem Lokalteil. Ich lese noch die Zeitung aber lieber bin ich einfach in meiner Familie, in Gesellschaft, in einer Zeichnung, im Fotografieren, in mir, in der Natur, in der Stadt, in der Arbeit (die mir zum Glück sehr viel Spaß macht).

    Ich fokussiere meine Energie. Ich habe immer das Gefühl, widersprechen zu müssen, wenn ich Unrecht sehe aber ich fokussiere meinen Widerspruch auf Gegebenheiten, in denen er auch gehört werden kann und etwas bewirkt. Ist fas schon Eskapismus oder Ignoranz? Ich hoffe nicht. Eher Selbstschutz und der Weg dazu, wirkliche Veränderung zu bewirken, wenn auch nicht am Getöse der Welt selbst.

    1. Wenn du deinen Widerspruch auf Gegebenheiten fokussierst, bei denen du glaubst, gehört zu werden, so bleibt wenigstens das Gefühl wirksam zu sein. Das ist klug. Harald Welzer beschreibt es so, sich kleine Räume zu schaffen, in denen man agiert. Das Große und Ganze treibt uns alle gemeinsam in den Wahnsinn. Ich glaube immer mehr, dass dies auch gewollt ist. Wer den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen kann, der hat genug mit sich selbst zu tun und verharrt in Bewegungslosigkeit. Ein Zustand, den die Krakeeler und Narzissten dieser Welt von uns wollen.
      Schaffen wir uns kleine Räume mit Freiheiten. Viele kleine Räume bilden am Ende wieder etwas Großes.
      Danke für deine Worte

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