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Am Deich

Ein paar Tage an der See. Gedanken in der Stille

In einer der letzten Ausgaben des Magazins der „Süddeutschen Zeitung“ verfing sich mein Blick in einer Anzeige. Ganzseitig. Schicke Bilder, smarte Menschen im Lifestyle rund um ein Fahrzeug. Die Menschen in dieser Anzeige haben offensichtlich mit allem nichts zu tun: Sie stehen, sitzen und liegen einfach so darum. Und so gestalten Agenturen dann eine Anzeige für ein Auto mit 615 PS und einem Verbrauch von 12 Litern. Mag sein, dass es Menschen gibt, die so ein Vehikel brauchen oder besser: glauben, es brauchen zu müssen. Ich empfinde sowohl die Anzeige, als auch so ein Fahrzeug, schlicht schamlos. Und wahrscheinlich sind Käufer und Besitzer solcher Fahrzeuge es auch. Das ist keine Frage des Geschmacks. Eher der Haltung.

Brauchen wir das oder kann das nicht schon längst weg?

Aber gut. Das hat weder was mit Fotografie und schön gar nicht mit dem Land der 1000 Hügel zu tun. Es ist nicht mehr als (m)eine Randnotiz und mich am Ende zu der Frage führt:

Wie soll man leben?

Und mit dieser Frage lande ich am Ende doch wieder bei der Fotografie, dem Land der 1000 Hügel und den Menschen, um die es geht in meinem Leben. Ohne sie wäre alles andere nichts. Mit diesen Menschen gemeinsam einen Raum, eine „gemeinsame Kultur“ gestalten, in der wir alle „SEIN“ dürfen. Das ist ein Weg, ein gutes Leben zu führen: zuhörend und neugierig, wertschätzend. Das Laute aussperrend. Auch die Hochglanzanzeigen

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3 Kommentare

  1. Das empfinde ich auch als schamlos! Schamlos ist es schon, sich in der heutigen Zeit, so ein Auto überhaupt auszudenken! Aber an der See, bei offensichtlich herrlich erfrischendem Wetter, darf man das sogleich vergessen und muss sich nicht aufregen, sondern darf runterkommen. Sich den Wind um die Nase und durch die Gehirnwindungen pusten lassen, bis der Kopf ganz leer ist. Schafe, Möwen und wegwehende Kopfbedeckungen beobachten und abends platt von so viel spürbarer Natur sein. Das fangen deine Bilder für mich ganz wunderbar ein.

    Liebe Grüße

    Conny

  2. Gilt der Kant‘sche Imperativ auch für das Leben? Dann wäre es einfach. Ich habe allerdings das Gefühl, dass Kant ein Auslaufmodell ist.
    Aufregen hilft Nix – vorleben ist für mich die stressfreiste Devise geworden. Aber werde der den ersten Stein, der ohne Sünde ist. 🤷‍♂️ 🤗

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